Technische Neuerungen, Motor unserer Wirtschaft
Immer wieder geben bahnbrechende Erfindungen der wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Entwicklung neue Impulse. Besonders beeindruckende Beispiele sind etwa die Dampfmaschine, das
Telefon oder der Computer. Ohne diese Entwicklungen wäre die Welt heute eine andere. Doch auch abseits dieser
großen, umwälzenden Erfindungen gibt es im Bereich der Produktentwicklung ständig kleine Fortschritte, die für den
Erfolg einzelner Unternehmen und in der Summe auch für den Erfolg einer Volkswirtschaft entscheidend sind.
Produktverbesserungen sorgen für neue Kaufanreize und stimulieren dadurch die wirtschaftliche Entwicklung.
Beispiele finden sich in vielen verschiedenen Branchen, im Automobilbau ebenso wie im Bereich der Elektronik und
auf dem Gesundheitssektor. Kunden müssen immer wieder davon überzeugt werden, dass es sinnvoll ist, Geld für eine
Neuanschaffung auszugeben. Fortschritte in der Produktentwicklung und der Materialforschung liefern hier die
entscheidenden Argumente. Wenn zum Beispiel ein neues Auto leichter und zugleich sicherer, komfortabler und
umweltfreundlicher ist als das Vorgängermodell, dann wird sich eine große Zahl von Käufern finden. Nach dem
gleichen Muster beflügeln Produktverbesserungen den Umsatz mit neuen, leistungsfähigeren Computer oder Fernsehern,
mit verbesserten Waschmitteln oder besonders energiesparenden Kühlschränken. In diesen und vielen anderen Fällen
bedeuten neue Erfindungen nicht komplett neue Produkte. Vielmehr tragen einzelne neu entwickelte Komponenten
entscheidend zur Verbesserung bereits existierender Produkte bei. Dieser Effekt ist im Bereich der Medizin häufig
zu beobachten, wo beispielsweise ein neuer Wirkstoff oder eine kleine Veränderung bei der Rezeptur eine deutliche
Verbesserung bringen. Der Fortschritt kann hier zum Beispiel in der schnelleren Wirkung oder in der Reduzierung von
Nebenwirkungen liegen.
Weil neue Erfindungen ebenso wie laufende Produktverbesserungen im Wettstreit um Kunden den entscheidenden
Vorsprung gegenüber der Konkurrenz bedeuten können, investieren Unternehmen viel Geld in die Materialforschung und
in die Produktentwicklung. Manche Investition zahlt sich schon sehr schnell aus, andere Entwicklungen benötigen ein
paar Jahre Zeit. Und manchmal dauert es auch einfach eine Weile, bis Neuerungen bei den Verbrauchern die Akzeptanz
finden, die für wirtschaftlichen Erfolg erforderlich ist. So oder so: Technische Neuerungen und Verbesserungen
bestehender Produkte halten die Wirtschaft in Schwung, indem sie immer wieder für neue Nachfrageschübe sorgen. Das
gilt nicht nur im Bereich der privaten Kunden, sondern auch beim Handel mit gewerblichen Abnehmern im In- und
Ausland. Deutschland etwa verdankt seine Stellung als Exportweltmeister nicht zuletzt dem hohen Niveau in den
Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Unternehmen. Dank deren Arbeit sind deutsche Firmen den Konkurrenten im
Ausland oft die entscheidende Nasenlänge voraus. Das sichert bestehende Arbeitsplätze und schafft neue, trägt also
ganz wesentlich zum Wohlstand der Gesellschaft insgesamt bei.
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